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Warenmarke 1894

Stadtmuseum Aarau

Kern & Co. AG

Werke für Präzisionsmechanik, Optik und Elektronik
1819 bis 1991 in Aarau

Studiensammlung Kern Aarau

ab 2009 im Stadtmuseum Aarau

Der Kern-Koronagraph von Arosa

Der Koronagraph im Observatorium Arosa, 1938 gebaut von Kern & Co. AG, Aufnahme: books.google.ch

Das Astrophysikalische Observatorium auf dem Tschuggen in Arosa war eine Aussenstation der Eidgenössischen Sternwarte in Zürich und wurde 1939 auf Initiative und nach Plänen von Max Waldmeier erbaut. Er wurde 1945 zum Leiter der Sternwarte ernannt und war verantwortlich über die Forschungsarbeiten in Arosa.

Der Koronagraph wurde im Jahre 1938 durch die Firma Kern & Co. AG, Aarau, gebaut, um damit über mehrere Jahrzehnte die Sonnenkorona zu beobachten und in Diagrammen festzuhalten.

Eine Beschreibung des Kern-Koronagraphen, die Arbeiten damit und die graphischen Aufzeichnungen sind im Buch Die Sonnenkorona: Beobachtungen der Korona von 1939-1949 von Prof. Dr. Max Waldmeier im Springer-Verlag, 1951, erschienen.

Das Observatorium wurde 2002 geschlossen und ist heute im Besitz der Bürgergemeinde Chur.

Über den Verbleib des Gerätes ist uns leider nichts bekannt. Sollten Sie darüber mehr wissen, freuen wir uns über Ihre Mitteilung über unsere Seite Kontakte.

Das Observatorium auf dem Tschuggen in Arosa, wie es nach den Plänen von Max Waldmeier gebaut und 1939 bezogen wurde (Bild von 1951). Aufnahme: books.google.ch

Der Kern-Koronagraph musste 1965 einem neuen Zeiss-Gerät weichen. Er wurde in einer neuen Kuppel installiert und stand dort bis 1980 im Einsatz (Bild von 2017).

Erfolglos in Arosa

Die drei Fundamentsockel, wo einmal die Stütze des Koronagraphen gestanden haben muss.

Gerne hätten wir hier ein aktuelles Bild des Kern-Koronagraphen aus dem Observatorium Arosa veröffentlicht. Im Süd-West-Turm, wo er einmal gestanden haben soll, sind heute nur noch die drei Fundamente sichtbar. Über den Verbleib des Gerätes und den Zeitpunkt seines Abbaus gibt es keine Informationen.

Die Studiensammlung Kern verfügt in ihrem Archiv über eine Mappe mit einem technischen Beschrieb mit vielen Konstruktionsskizzen sowie diverse Übersichts- und Detailzeichnungen. Fortsetzung folgt?

Keine Spuren in Zürich

Die Hauptkuppel der ehemaligen Eidgenössischen Sternwarte in Zürich

Nach der erfolglosen Suche im Observatorium Arosa erfuhren wir, dass möglicherweise in Zürich, an der ehemaligen Eidgenössischen Sternwarte über den Verbleib des Koronagraphen von Kern mehr zu erfahren sei.

Herr Christian Monstein vom Institut für Teilchenphysik und Astrophysik der ETH Zürich öffnete uns freundlicherweise die Türen zur Hauptkuppel (Bild) und zu dem 1951 erstellten Sonnenturm. Die dort installierten Geräte entsprachen aber leider nicht dem Gesuchten.

Mehr Informationen dazu im Brief von Prof. Dr. Max Waldmeier an die Firma Kern & Co. AG von 1980.

Die Hoffnung stirbt zuletzt

Fotografie einer totalen Sonnenfinsternis vom 12. November 1966, aufgenommen anlässlich einer Expedition nach Arequipa, Peru, aus dem Nachlass Max Waldmeier

Die Suche nach dem Koronagraphen von Arosa verlief erfolglos. Weder im Observatorium in Arosa noch in der ehemaligen Eidgenössischen Sternwarte in Zürich fanden sich Spuren des 2,5 Meter langen Fernrohres mit seiner Spezialoptik. Weitere Nachfragen an den Sternwarten Winterthur (Eschenberg) und Bülach brachten auch keine neuen Erkenntnisse.

Für heute scheint uns das einmalige Gerät mit seiner interessanten Geschichte als verloren. Was uns noch bleibt sind die reichhaltigen Dokumente und Zeichnungen in unserem Archiv und die Hoffnung, dass uns der Zufall noch eines Tages zu Hilfe kommt.

Vielen Dank allen, die uns bei der Suche behilflich waren.