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Warenmarke 1894

Stadtmuseum Aarau

Kern & Co. AG

Werke für Präzisionsmechanik, Optik und Elektronik
1819 bis 1991 in Aarau

Studiensammlung Kern Aarau

ab 2009 im Stadtmuseum Aarau

Photogrammetrie

Die Anfänge der Photogrammetrie bei Kern & Co. AG gehen zurück ins Jahr 1930. Mit dem Photo-Kartographiergerät Ordovas-Kern gelangte man anlässlich des Internationalen Photogrammetrie-Kongresses in Zürich erstmals an die Öffentlichkeit. In einem zweiten Anlauf entstand zusammen mit Dr. h. c. Heinrich Wild 1950 das PG0, allerdings nur als Prototyp. Erst in den 60er Jahren gelang der Durchbruch mit dem PG1 und dem PG2. Am ISP-Kongress 1968 in Lausanne wurde das PG 3 für grossmassstäbliche Kartierungen vorgestellt.

Bilder vom Stereo-Auswertegerät Kern PG0, Prototyp um 1950

ISP-Kongress in Lausanne 1968, Film über die Fachausstellung von H.R. Glauser

Es folgte eine Reihe von Zusatzgeräten: der Monokomperator MK1, die Zeichentische AT und GP, das Punktmarkiergerät PMG1, und der Orthoprojektor OP2. Am ISPRS-Kongress 1980 in Hamburg zeigt Kern erstmals das DSR1 und vollzog den Schritt in die analytische Photogrammetrie. 1984 sorgte das DSR11 am 15. ISPRS-Kongress in Rio de Janeiro für Aufsehen.


links: PG21, oben: PG 3 mit AT1

DSR15

DSP1

Bis zum ISPRS-Kongress in Kyoto 1988 folgten die DSR12 (PC unter MS-DOS), DSR14 (Unix) und als Höhepunkt der analytischen Geräte das DSR15 (auf VAX unter VMS), (see New Products from Kern).

Mit dem DSP1, dem weltweit ersten "Digitalen Stereo Photogrammetriesystem" setzte Kern noch einen Glanzpunkt. Das 1988 in Kyoto gezeigte Gerät war ein Prototyp, der so nicht mehr produziert und bei Leica erst Jahre später weiterentwickelt und erfolgreich vermarktet wurde.

Analytische Photogrammetrie

Am 11. September 1996 durfte die Studiensammlung Kern im Namen des Stadtmuseums Aarau eine komplette photogrammetrische Auswerteanlage bestehend aus einem Auswertegerät Kern DSR1 und dem Zeichentisch Kern GP1 vom damaligen Bundesamt für Wald, Schnee und Landschaft entgegennehmen. Die Geräte wurden von 1983 bis 1985 für das Erste Schweizerische Landesforstinventar (LFI) eingesetzt. Nach einer mehrjährigen Zwischenlagerung konnte endlich 2009 mit dem Aufstellen des Gerätes in den neuen Räumlichkeiten der Studiensammlung Kern begonnen werden.

Kern DSR11 und GP1

Mit grossen Aufwand wurde das Kern DSR11 zusammengebaut, hergerichtet, justiert und in Betrieb gesetzt. Die erforderliche Hard- und Software bereiteten allerdings enorme Probleme, die Systeme wieder in Gang zu setzen. Heute präsentiert sich das Kern DSR dem Besucher in funtionsfähiger Form. Es gibt einen Einblick in die analytische Photogrammetrie und zeigt, wie mit viel Technik, Arbeit und Geschick aus photographischen Bildpaaren dreidimensionale Modelle und daraus Karten und Pläne erstellt worden sind.

Raum Photogrammetrie

Im heutigen Raum Photogrammetrie stehen das analoge Auswertegerät PG21 und das analytische Stereo-Auswertegerät DSR11 in betriebsfähigem Zustand. Beide Geräte verfügen über ein Doppel-Betrachtungsokular, damit der Besucher die Konstruktion der Karte "live" miterleben kann.

Das SD 2000 ist das letzte von Kern Aarau (damals schon Leica) konstruierte analytische Auswertegerät. Es vereinigt modernste Technologie mit den bewährten Konstruktionsprinzipien aus der DSR und der BC-Reihe (WILD-LEITZ Heerbrugg). Von dem Gerät wurden ab der Markteinführung im Jahre 1991 inklusive der weiter entwickelten Version SD 3000 weltweit über 500 Exemplare verkauft. Die Ablösung erfolgte erst durch die Einführung der digitalen Photogrammetrie-Stationen.

Das ausgestellte Gerät ist ein Geschenk der Firma Leica Geosystems an das Stadtmuseum Aarau.



Das Thema Industrievermessung ist im gleichen Raum untergebracht. Die Systeme ECDS, SPACE, SMART und LTD500 sind verfügbar und können für Demonstrationen vorgängig installiert werde